Die Hospiz-Vortragsreihe „Mut zur Endlichkeit“ ist erfolgreich angelaufen. Zwei der insgesamt vier geplanten Vorträge haben bereits stattgefunden und waren sehr gut besucht. Ein Vortrag von Helga Kohler-Spiegel am 4. Februar führt die Auseinandersetzung mit den zentralen Fragestellungen der Reihe fort.
Sterben ist ein Teil des Lebens. Hospiz Vorarlberg möchte deshalb mit einer eigenen Vortragsreihe dazu einladen, sich mit der eigenen Sterblichkeit zu befassen. „Das große Interesse bei den ersten beiden Vorträgen sowie die positive Resonanz zeigen deutlich, dass das Thema Endlichkeit und bewusste Lebensgestaltung aktuell viele Menschen bewegt“, ist Brigitte Scheidbach, Leiterin von Hospiz Vorarlberg, überzeugt. Einen großen Anteil am Erfolg der beiden Veranstaltungen hatte auch Thomas Matt, der die Abende mit viel Empathie und Kompetenz moderierte. Sowohl beim Vortrag von Christian Rutishauser als auch beim Abend mit Andreas Batlogg gab es viel Raum für inhaltliche Impulse und vertiefende Gespräche.
Bereits bei der Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe von Hospiz Vorarlberg mit Christian Rutishauser war die Aula Bernardi im Kloster Mehrerau bis auf den letzten Platz gefüllt. „Sinn- und Deutungsangebote gibt es viele. Doch billige Vertröstungen sind eine vertane Chance“, sagte Rutishauser bei seinem inspirierenden Vortrag, der unter dem Titel „Sterblichkeit und Geburtlichkeit küssen sich“ stand. Er legte den Besucher*innen einen Blick auf die Geburt nahe, um erfassen zu können, was Endlichkeit bedeutet und wie Sterben gestaltet werden kann.
Auch die Veranstaltung mit Andreas Batlogg, der von seinem Umgang mit einer schweren Erkrankung berichtete, stieß auf sehr großes Interesse. Der Jesuit und Priester hatte 2017 eine Sabbatzeit geplant, als eine Krebsdiagnose alle Pläne zunichtemachte. Statt Studienreisen musste der gebürtige Lustenauer monatelange Chemo- und Strahlentherapie sowie vier Operationen auf sich nehmen. Die Teilnehmenden bekamen sehr persönliche Einblicke, wie Batlogg mit dieser existenziellen Krise umging und woraus er Hoffnung schöpfte.
Fortsetzung folgt
Auch die zwei noch ausstehenden Vorträge knüpfen thematisch an die bisherigen Veranstaltungen an und führen die Auseinandersetzung mit den zentralen Fragestellungen der Reihe fort. Die Autorin und Hochschulprofessorin Helga Kohler-Spiegel wird am Mittwoch, 4. Februar darüber sprechen, wie Resilienz entsteht und warum sie bei Krisen und Abschieden unverzichtbar ist. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet ein Beitrag von Supervisorin und evangelische Theologin Barbara Knittel am Mittwoch, 4. März. Sie widmet sich an diesem Abend dem Thema „Zeit – unser kostbarstes Gut aus dem Blickwinkel der Endlichkeit“. Der Eintritt ist bei der Vortragsreihe frei. Alle Vortragenden verzichten auf ihr Honorar. Freiwillige Spenden kommen Hospiz Vorarlberg zugute.
Fortsetzung der Hospiz-Vortragsreihe „Vom Mut zur Endlichkeit“ Termin: Mittwoch, 4. Februar, 19 Uhr „Innere Stärke in verletzlichen Zeiten“, Helga Kohler-Spiegel Termin: Mittwoch, 4, März 2026, 19 Uhr „Zeit – unser kostbarstes Gut aus dem Blickwinkel der Endlichkeit“, Barbara Knittel Ort: Aula Bernardi, Kloster Mehrerau Bregenz Moderation: Thomas Matt Eintritt frei – Spenden sind willkommen Weitere Infos: www.hospiz-vorarlberg.at |