Auftakt mit Vernissage zur Fotoausstellung von Reinold Amann „Kulturwechsel – Zum Ankommen und Leben von geflüchteten Menschen“ am Dienstag, 13. Jänner, um 18.30 Uhr.
Im Rahmen des „100 Jahre Jubiläums“ im Jahr 2024 blickte die Caritas Vorarlberg speziell auch auf ihre Rolle in der Gründungszeit und nach dem ersten Weltkrieg zurück. Im Dialog kam die Frage auf, welche Rolle die Caritas auch heute im Bemühen um ein friedvolles Miteinander spielt. „Frieden hat als innerste Quelle die Verbundenheit aller Menschen untereinander in der einen Menschheit. Insofern ist die wichtigste Friedensarbeit das Stärken dieser Verbundenheit, die immer Gabe und Aufgabe zugleich ist. Alles, was die Verbundenheit zwischen den Menschen stärkt, ist Friedensarbeit und eine präventive Form gewaltfreien Widerstands gegen Gewalt und Krieg“, so Caritasdirektor Walter Schmolly. „Frieden ist ein Prozess, der jede und jeden sowie alle Systeme in die Verantwortung nimmt: Frieden ist kein Selbstläufer, sondern ein kontinuierliches Aushandeln gerechter Verhältnisse und von Formen eines empathisch-respektvollen Miteinanders.“
Verschiedene Blickwinkel
Bei den Themenschwerpunkten im Dornbirner WirkRaum geht es immer darum, Menschen und Themen zu verbinden, Kräfte zu bündeln und Reflexion sowie Lebenspraxis für eine gute gesellschaftliche Entwicklung zu stärken. Im Rahmen von „Frieden mitgestalten“ sind unter anderem geplant eine Ausstellung in Kooperation mit der Lebenshilfe (ab 26. März), die Präsentation der Friedensplakate von Schüler*innen des BG Dornbirn (ab 5. Mai), Workshops, ein Dialogforum sowie ein Stadtrundgang „Öffentlicher Raum und soziale Konflikte“. „Der Themenbogen ist bewusst sehr weit gespannt, um verschiedene Blickrichtungen und Formen der Begegnung und des Austausches zu ermöglichen. Wir möchten dabei auch bewusst Räume offenlassen, in denen sich Neues entwickeln kann“, heißt es dazu in der Einladung. Alle Termine und Infos dazu sind unter www.caritas-vorarlberg.at/wirkraum zu finden.
Vernissage und Buchpräsentation Reinold Amann
Den Auftakt der Veranstaltungsreihe macht der Rönser Künstler Reinold Amann: Am Dienstag, 13. Jänner, wird um 18.30 Uhr die Ausstellung sowie das Buch „Kulturwechsel – Zum Ankommen und Leben von geflüchteten Menschen“ präsentiert. Gemeinsam mit seiner Frau Gudula hat sich Reinold Amann nach der großen Fluchtbewegung im Jahr 2015 freiwillig im Flüchtlingsquartier Gaisbühel engagiert. „Damals sind viele unbegleitete Jugendliche nach Europa gekommen. Ihr Los hat uns berührt, wir wollten helfen.“ Die jungen Menschen sind längst erwachsen und ihre eigenen Wege gegangen, einige Freundschaften sind geblieben. „Jetzt ist das rund zehn Jahre her und ein guter Grund, um zurückzuschauen.“