Bregenz, Vorarlberg Museum

© Lampert, Jona

Wer wollen wir sein? Flucht, Perspektiven und Utopien

Am Thema Flucht präsentiert sich ein vielschichtiges Spektrum der Welt, in der wir leben – mit all ihren politischen, wirtschaftlichen, historischen, ökologischen und psychosozialen Zusammenhängen.

 

Als Erfahrung ist Flucht lebensnotwendiger Reflex und gleichsam archaisch wie universell. Sprechen über Flucht und Migration setzt vielerlei Kontroversen frei. Und angesichts des hochkomplexen Systems unserer globalisierten Welt gibt es keine eindeutigen Antworten. Es gilt abzuwägen, zu differenzieren und Ambivalenzen anzuerkennen – Fähigkeiten, die im Hinblick auf das aktuelle politische Klima Europas und unser Demokratieverständnis besonders wichtig sind.

 

Das hochkarätig und international besetzte Symposium beleuchtet in Vorträgen und Gesprächen ineinandergreifende Perspektiven auf Flucht und Migration. Vortragende unterschiedlicher Disziplinen wie Politik-, und Staatswissenschaft, Volkswirtschaft, Kulturund Literaturwissenschaft teilen ihre Überlegungen ebenso wie Gesprächspartner aus dem Sozialbereich, die über ihre institutionellen wie persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Flucht berichten.

 

Abgerundet wird das Programm durch performative Beiträge der Pianistin Timea Djerdj sowie Ulrich Gabriels integrative Initiative „Kontaktchor“, der mit einem Konzert den Ausklang des Symposiums gestaltet.Das Symposium ist Teil der Ausstellung „Soziale Skulptur“ von Ines Agostinelli. Die Künstlerin hat dafür mit über sechshundert Einheimischen und Flüchtlingen ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzt. Gemeinschaftlich wurden dabei unter anderem hunderte Modelle von Heißluftballons gefertigt, die im Atrium des vorarlberg museums in einer raumgreifenden Installation von Dezember 2016 bis März 2017 präsentiert werden.

(http://www.vorarlbergmuseum.at/soziale-skulptur.html)