Eilmeldung! Wetterextreme: Kinder hungern und leiden.
Zunächst die monatelange Dürre, dann Unwetter und wieder Trockenheit. Trotz vieler Fortschritte in der Eigenversorgung führte diese Wettersituation der vergangenen Monate die Menschen in vielen Regionen Äthiopiens an den Rand einer Hungersnot. Vor allem Kleinkinder und schwangere Frauen sind durch Mangelernährung und Hunger von massiven gesundheitlichen Schäden bedroht.
„Ohne Soforthilfen kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Hunger viele Menschenleben fordert“, so Yetenayet Testaye, lokale Programm-Koordinatorin für die Hungerhilfe der Caritas Äthiopien.
Dramatisch: Mehr als vier Millionen Kinder von Hunger bedroht
Nach dem Ausfall der Ernten im vergangenen Herbst und der langen Trockenheit war bereits klar, dass ohne zusätzliche Hilfe von außen viele Menschenleben bedroht sind. Geschätzt rund vier Millionen Kinder – insgesamt zehn Millionen Menschen – sind durch die Wetterextreme in eine Hungersituation geraten.
Auch die äthiopische Regierung hat um internationale Mithilfe gebeten und unterstützt die Hilfsmaßnahmen vor Ort. Obwohl das Land wirtschaftlich im Aufschwung ist, leiden die Menschen unter den außerordentlichen Veränderungen der Wetterlagen. Acht von zehn Menschen sind direkt vom Ertrag der Felder und der Viehzucht abhängig. Ausgetrocknete und verseuchte Wasserstellen, verdorrte Pflanzen auf den Feldern, Saatgut, das in der Not aufgegessen wird, anstatt auf den Feldern für die nächste Ernte ausgebracht zu werden, prägen das Bild in dieser Region.