Eine Person hält im Hospiz die Hand eines bettlägerigen Menschen; auf der gelben Decke liegt eine kleine Stoffpuppe.

Niemand sollte am Lebensende allein sein. Romana B. war es nicht. Sie erfuhr die letzten 14 Tage im Kreis ihrer Familie viel Nähe und Geborgenheit. © Caritas/Johannes Leitner © Caritas/Johannes Leitner

Bis zuletzt von Liebe umgeben

Gitarrenklänge, vertraute Gebete, die Hand der Tochter und ein kleiner Mops zu ihren Füßen: Als das Leben von Romana B. leise wurde, war die 98-jährige Frau nicht allein. Ihre Kinder wachten an ihrem Bett, ihre Enkelin sang für sie, Freund*innen und Verwandte kamen zum Beten. Bevor die gläubige Seniorin für immer ging, erfuhr sie im Hospizzimmer unseres „Haus Theresia“ ungestört und in Ruhe die Krankensalbung. Romana B. und ihre Familie fanden im speziell geschulten Personal verständnisvoll-hilfreiche Ansprechpartner*innen und im Hospizzimmer einen geschützten Ort für gemeinsame Erinnerungen, letzte Gespräche sowie einen Abschied in Würde. – Eine Erfahrung, die zeigt, wie wichtig Hospizbegleitung für Sterbende und ihre Angehörigen ist. Damit solche letzten gemeinsamen Momente auch künftig Platz haben, stärkt die „Du & Wir-Stiftung“ der BKS Bank die Hospizarbeit der Caritas in Kärnten und der Steiermark. Kundinnen und Kunden der BKS Bank sind herzlich eingeladen, sich als Zustifter*innen zu engagieren. Deren Berater*innen informieren gerne.

Romana B. lebte vier Jahre im „Haus Theresia“, unserem Pflegewohnhaus in Feldkirchen. Dort fühlte sie sich – liebevoll betreut – in einem Doppelzimmer wohl, das sie in ihren letzten beiden Wochen gegen das Hospizzimmer tauschte. Das war, als sich ihr Fortgang aus dem Leben abzeichnete. Im Hospizzimmer mit dem warmen Kerzenschein war die 98-jährige Frau allein untergebracht. Ihre Familie konnte jederzeit bei ihr sein, denn in diesem geschützten Raum gelten keine festen Besuchszeiten. „Wir mussten nicht auf die Uhr schauen, sondern konnten ganz einfach Familie sein. Mein Bruder übernachtete bei unserer Mutter sogar ab und zu, wir wechselten uns in der Begleitung ab und konnten jeden Moment mit ihr bewusst erleben. Wir haben miteinander gesprochen, gesungen, gemeinsam geschwiegen und uns Schritt für Schritt verabschiedet. Dafür sind wir bis heute unendlich dankbar“, sagt Tochter Romana.

Platz für Nähe, Glauben und persönliche Rituale

Der Glaube spielte im Leben von Romana B. bis zuletzt eine wichtige Rolle. Im Hospizzimmer konnte sie die Krankensalbung abseits des Alltagstrubels empfangen. Ein Diakon und vertraute Menschen besuchten sie regelmäßig, um mit ihr zu beten. Die räumliche Nähe und die geschützte Atmosphäre machten dies auch in dieser sensiblen Phase möglich. Auch Enkelin Sarah (34), eines von elf Enkelkindern, verbrachte viel Zeit bei ihrer Großmutter. Sie sang für sie, spielte auf ihrer Gitarre und begleitete sie auch während des Sterbeprozesses. „Es hat uns tief berührt, dass unsere Mutter die Musik, unsere Nähe und sogar den Besuch des kleinen Mopses noch wahrgenommen hat. Er lag vertraut zu ihren Füßen, und immer wieder suchte sie seine Nähe und streichelte ihn. Das waren stille, kostbare Momente, die uns für immer bleiben“, erinnert sich Tochter Romana. 

Professionelle Betreuung gibt Sicherheit

Neben der Privatsphäre war für die Familie auch die Begleitung durch die Pflegefachkräfte wichtig. Die Mitarbeiter*innen gingen auf die Wünsche der Angehörigen ein und stimmten ihre Pflege und Betreuung auf die jeweilige Situation ab. „Wir haben gespürt, dass sie gut geschult sind und wissen, was in dieser Situation wichtig und zu tun ist. Sie waren für uns da, ohne unsere gemeinsame Zeit zu stören. Dadurch wurde ein sehr persönlicher, individueller und würdevoller Abschied ermöglicht,“ erzählt die Tochter.

BKS-Stiftung stärkt Hospizkultur in Kärnten und der Steiermark

Damit solche Begleitungen weiterhin möglich sind, erweiterte die soziale „Du & Wir-Stiftung“ der BKS Bank ihren Wirkungskreis. Seit Juli 2026 unterstützt sie die Hospizbegleitung der Caritas in Kärnten und der Steiermark. Die Mittel fließen unter anderem in die Schaffung und den Erhalt von Hospizzimmern sowie in die Ausbildung und Freistellung von Mitarbeiter*innen für Hospiz- und Palliativschulungen. Laut BKS Bank-Vorstandsvorsitzendem Nikolaus Juhász wurde die Entscheidung, die Hospizbegleitung der Caritas zu fördern, bewusst getroffen, denn: „Wir sehen es als Teil unserer sozialen Verantwortung, unseren Beitrag in diesem besonders sensiblen Bereich zu leisten. In den Pflegewohnhäusern der Caritas werden Bewohner*innen bis zuletzt einfühlsam und würdevoll begleitet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen für Schulungen freigestellt werden, und es müssen eigene Palliativzimmer geschaffen werden. Das alles ist mit enormen Kosten verbunden. Ein Teil dieser Kosten wird nun aus den Erlösen der ‚Du & Wir-Stiftung‘ abgedeckt.“

Niemand soll am Lebensende allein sein 

Caritasdirektor Ernst Sandriesser ist erfüllt von Dankbarkeit: „Wir als Gesellschaft müssen sicherstellen, dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht allein bleiben. In unseren Pflegewohnhäusern können Angehörige von Sterbenden vor Ort bleiben und haben so die nötige Zeit zum Abschiednehmen. Angesichts knapper Personalressourcen in der Pflege ist das nicht immer einfach. Umso dankbarer sind wir der BKS Bank für ihr entschiedenes Zutun in diesem so wichtigen Bereich der Pflege.“ 

Über die „Du & Wir-Stiftung“

Die „Du & Wir-Stiftung“ wurde Anfang 2024 unter dem Dach der gemeinnützigen Caritas Stiftung Österreich mit einer Einlage von 500.000 Euro durch die BKS Bank gegründet. Mit der sozial erwirtschafteten Rendite werden die Caritas Lerncafés sowie die Hospizbetreuung in Kärnten und der Steiermark unterstützt. Kundinnen und Kunden der BKS Bank sind herzlich eingeladen, sich als Zustifter*innen zu engagieren. Die Kundenberaterinnen und Kundenberater der BKS Bank informieren gerne persönlich über die Möglichkeiten einer Zustiftung, die neben ihrem sozialen Mehrwert auch steuersenkend wirkt.