Wo Familien wieder Kraft schöpfen können

Als die Herausforderungen für Samuel und seine Mutter zu groß wurden, fanden sie im Familienhaus St. Michael die Unterstützung, die ihnen im Alltag fehlte. Mit individueller Begleitung gelang es der Familie, wieder Hoffnung und Stabilität zu gewinnen.

Der fünfjährige Samuel* kam an seine Grenzen. Aufgrund der psychischen Erkrankung seines Vaters trug seine Mutter die Verantwortung für die Familie beinahe allein. Ihre Kräfte waren zunehmend erschöpft, für die Bedürfnisse ihres Sohnes blieb immer weniger Raum.

Samuel reagierte sensibel auf die Situation. Er zog sich zurück oder reagierte mit Wutausbrüchen. Umso wichtiger wurde es, Wege im Umgang mit Stress und Überforderung zu finden.

Im Familienhaus St. Michael fanden Samuel und seine Mutter die Unterstützung, die sie dringend brauchten. Durch Entlastung und Beratung gewann die Mutter wieder Stabilität im Alltag. Samuel lernte, seine Bedürfnisse wahrzunehmen und besser mit Überforderung umzugehen.

Frühförderin Lisa entwickelte mit dem Jungen einfache Strategien, die ihm Sicherheit gaben: selbst gestaltete Stressbälle, Kopfhörer gegen Reizüberflutung und eine „Heldinnentasche“ mit vertrauten Gegenständen. 

Ein Stück des Weges begleiten
Samuels Geschichte zeigt, wie eng finanzielle Sorgen, psychische Belastungen und die Entwicklung von Kindern miteinander verbunden sind. „Oft erleben wir, dass Eltern einfach jemanden brauchen, der sie ein Stück begleitet. Wenn sie wieder Kraft schöpfen können, verändert das häufig auch den Alltag ihrer Kinder“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Lisa.

Wie Samuel und seine Mutter benötigen viele Menschen rechtzeitig Hilfe. Die Caritas unterstützt sie etwa in der Beratungsstelle Existenz&Wohnen, in der Notschlafstelle oder durch die Familienhilfe und eröffnet neue Perspektiven. 

Im November stellt die Caritas die Hilfe für armutsbetroffene Menschen in Vorarlberg in den Mittelpunkt. „Helfen wir Menschen in Vorarlberg dabei, wieder mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken“, appelliert Caritasdirektor Walter Schmolly. „Jeder Euro macht einen Unterschied!“

*Name von der Redaktion geändert.

So können Sie helfen:

Caritas der Diözese Feldkirch
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