Die JKU erzählt im Interview, wie der Datenschutz bei der Befragung gewahrt wird, wie sich der Fragebogen zusammensetzt und wie die Ergebnisse weiter verarbeitet werden. Bei der Teilnahme an Befragungen stellen sich natürlich auch immer Fragen wie: „Wie wird mit meinen Daten umgegangen?“ und „Wo werden meine Daten gespeichert und wer wertet sie aus?“
Diese Fragen sind wichtig, denn eine Befragung kann nur dann aussagekräftige Ergebnisse liefern, wenn sie auf Vertrauen, wissenschaftlichen Standards und einem verantwortungsvollen Umgang mit Daten basiert.
Die JKU arbeitet nach den Grundsätzen der guten wissenschaftlichen Praxis.
Sie garantiert:
- wissenschaftliche Unabhängigkeit,
- transparente und nachvollziehbare Methoden,
- ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten,
- sowie die Verpflichtung, Ergebnisse sachlich und unbeeinflusst auszuwerten.
Das bedeutet auch: Ziel ist es, ein möglichst objektives Bild unterschiedlicher Vorstellungen von Führung und Zusammenarbeit zu gewinnen. Es geht also darum zu schauen, wo unsere Vorstellungen übereinstimmen und wo sie voneinander abweichen. Die wissenschaftliche Begleitung unterstützt dabei, dass die Befragung auf fundierten Methoden basiert, die Ergebnisse sorgfältig ausgewertet werden und die gewonnenen Erkenntnisse belastbar sind.
Aus diesem Grund haben wir uns bewusst für die Johannes Kepler Universität als Kooperationspartnerin entschieden. Durchgeführt wird die Fragebogen-Erarbeitung und Auswertung von Mag.a Dr.in Martina Beham-Rabanser sowie Assoc. Univ.-Prof. Dr. Joachim Gerich von der Abteilung für Empirische Sozialforschung am Institut für Soziologie.
Wie der Datenschutz durch die JKU gewahrt wird, sich der Fragebogen zusammensetzt und die Ergebnisse weiter verarbeitet werden erfahrt ihr im Interview.
Drei Fragen an die JKU
Kann ich mich als Mitarbeiter*in darauf verlassen, dass mit den Daten verantwortungsvoll umgegangen wird und sensible Daten anonym bleiben?
Wir als JKU legen größten Wert auf Datenschutz. Die Befragung erfüllt alle datenschutzrechtlichen Vorgaben für wissenschaftliche Umfragen (Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Hochschulforschungsgesetz). Während der Befragung werden die Daten auf einem Server der JKU gespeichert. Zugriff haben nur autorisierte Mitarbeiter*innen des Instituts für Soziologie. Die Rohdaten verbleiben bei der JKU und werden nicht weitergegeben. Auch die Caritas OÖ hat keinen Zugriff darauf. Die Ergebnisse werden in aggregierter Form, also zusammengefasst, an die Caritas rückgemeldet.
Wie wird der Fragebogen aussehen? Was wird gefragt?
Bei der Befragung geht es darum, welche Vorstellungen Mitarbeiter*innen und Führungskraft selbst davon haben, was eine gute Führungskraft ausmacht. Die Befragung zeigt Unterschiede und Übereinstimmungen in den Vorstellungen und schafft eine Grundlage für Reflexionsprozesse in Teams. Die Befragten finden dazu Aussagen zu Themen wie z. B. zu Unterstützung, Förderung, Kommunikation. Sie geben jeweils an, wie wichtig oder unwichtig diese Themen aus ihrer Sicht für eine Führungsrolle sind. Es geht daher bei der Befragung nicht um ein Kontrollinstrument, sondern wirklich um ein Instrument, das eine Chance für ein gutes Gespräch des Miteinanders bietet.
Die Befragung enthält neben diesem Fragebogenteil zu Vorstellungen von guter Führung auch einen klar getrennten zweiten Fragenteil. Dieser dient ausschließlich wissenschaftlichen Analysen durch die JKU und fließt nicht in die Ergebnisberichte von Teams oder Führungskräften ein. Die Auswertung dieser Fragen soll uns [Anm.: der JKU] aber helfen herauszufinden, welche Führungsthemen für die Befindlichkeit der Belegschaft besonders wichtig sind. Die Caritas OÖ erhält daraus lediglich zusammengefasste Erkenntnisse auf Ebene der Gesamtorganisation, sofern wissenschaftlich relevante Zusammenhänge erkennbar sind. Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Teams sind dabei nicht möglich.
Führungskräfte haben in diesem Bereich auch die Möglichkeit, mit offenen Antworten rückzumelden, welche Gründe sie dafür sehen, falls es ihnen nicht gelingt, ihre Vorstellungen von guter Führung umzusetzen. Auch diese Antworten werden nicht an die Teams rückgemeldet. Wir werden diese Aussagen anonymisieren und zusammenfassen, um der Caritas dann mögliche Hinweise zur organisatorischen Weiterentwicklung geben zu können. Wir garantieren, dass einzelne dieser Aussagen unter keinen Umständen weitergegeben werden.
Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.
Wer bekommt die Ergebnisse?
Die Ergebnisse erhalten die jeweiligen Teams der Caritas OÖ in zusammengefasster Form. Es werden dazu Profile erstellt, bei denen die Vorstellungen der Mitarbeitenden und der Führungskraft des Teams gegenüber gestellt werden. Diese Profile sind als Grafiken und Tabellen aufbereitet. Sie zeigen Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Die Führungskräfte erhalten die Profile für ihr Team elektronisch und leiten sie in ihren Teams für gemeinsame Reflexionsgespräche weiter.
Je mehr Mitarbeiter*innen ihre Perspektiven einbringen, desto besser gelingt es, unterschiedliche Vorstellungen von Führung und Zusammenarbeit sichtbar zu machen. Wir möchten deshalb alle Kolleg*innen ermutigen, sich an der Befragung zu beteiligen.
Die Befragung selbst startet im Oktober!