Am Freitag, 31. Juli, läuten in ganz Österreich zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr mehr als 3.000 Kirchenglocken fünf Minuten lang. Sie setzen damit ein weithin hörbares Zeichen gegen den Hunger in der Welt. Bischof Manfred Scheuer und Caritas OÖ-Direktor Stefan Pimmingstorfer rufen zu Solidarität und Engagement für eine Zukunft ohne Hunger auf.
Klimakrise verschärft Hunger
Weltweit leiden noch immer 673 Millionen Menschen an Hunger. Kriege und wirtschaftliche Krisen verschärfen die Lage, doch einer der größten Treiber ist die Klimakrise. Extreme Hitze, Dürren, Überschwemmungen und Stürme zerstören Ernten, machen fruchtbare Böden unfruchtbar und lassen Wasserquellen versiegen. Millionen Menschen verlieren dadurch ihre Lebensgrundlage – besonders in Ländern des globalen Südens.
Bischof Manfred Scheuer: „Es ist wichtig, dass wir uns als Christinnen und Christen für eine gerechte Verteilung der Güter auf der Welt einsetzen. Das Glockenläuten gegen den Hunger soll uns an unsere ganz persönliche Verantwortung erinnern.“
Unterstützung rettet Leben
Caritas OÖ-Direktor Stefan Pimmingstorfer ergänzt: „Angesichts des großen Leids dürfen wir eines nicht übersehen: Hilfe kommt an und verändert Leben. Gemeinsam können wir Hunger bekämpfen. Wir sehen jeden Tag, dass unsere Unterstützung Leben rettet und den Menschen eine Zukunft gibt.“ Die Caritas OÖ ist seit über 25 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo aktiv – einem der Länder mit der höchsten Armutsquote weltweit. „Im Vorjahr retteten wir mit Nahrung und Medikamenten das Leben 3.120 mangelernährten Kindern. Ältere Kinder erhalten in den Schulen täglich eine warme Mahlzeit.“ Darüber hinaus unterstützt die Caritas OÖ Kleinbauernfamilien dabei, ihre Landwirtschaft an die Folgen der Klimakrise anzupassen. Im Vorjahr verteilte die Caritas OÖ mehr als zwei Tonnen lokal angepasstes Saatgut.
Jede Spende wirkt: Mit 18 Euro können Sie einer geflüchteten Familie im Südsudan Nahrungsmittelpakete für einen Monat zukommen lassen. 30 Euro helfen, den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. 42 Euro sichern einem Kind drei Monate lang nahrhafte Mahlzeiten und medizinische Versorgung. Mit 52 Euro erhält eine Familie Gemüsesaatgut für ein Jahr.