Zwei schwere Erdbeben haben gestern Abend große Teile Venezuelas erschüttert. Zahlreiche Menschen haben Angehörige verloren, Tausende stehen vor den Trümmern ihrer Häuser. Die Zahl der Opfer steigt weiter, bis zu 100.000 Tote werden befürchtet. Die Caritas ist bereits vor Ort. Dank ihres dichten Netzwerks aus Pfarren, Sozialzentren und engagierten Mitarbeiter*innen und Freiwilligen kann sie schnell und gezielt helfen.
Claudia Meusburger ist Programm-Managerin für die Caritas Vorarlberg in Lateinamerika. Sie verfolgt die Ereignisse in Venezuela ganz genau, um schnelle Hilfe aus Vorarlberg für die von den Erdbeben betroffenen Menschen zu ermöglichen. „Eine Einschätzung der unübersichtlichen Lage ist aktuell nur schwer möglich. Unsere Erfahrungen aus anderen Katastrophen zeigen, dass jetzt vor allem nachbarschaftliche Netzwerke stark gefragt sind. Es ist wichtig, diese zu unterstützen. Es ist auch anzunehmen, dass viele Menschen zu Angehörigen und Freunden auf das Land fliehen. Besonders dann, wenn das eigene Zuhause völlig in Trümmern liegt. Angesichts der ersten Nachrichten ist ein immenses Ausmaß an Schäden und Leid zu befürchten. Wir nehmen besonders Anteil am Schicksal der Menschen und mobilisieren derzeit alle rasch verfügbaren Hilfen vor Ort“, so Meusburger in einer ersten Einschätzung zur unmittelbar anlaufenden Katastrophenhilfe.
Was die Menschen jetzt brauchen:
Die Caritas ist bereits vor Ort und kann dabei einmal mehr auf das dichte Netzwerk aus Pfarren, Sozialzentren und engagierten Mitarbeiter*innen und Freiwilligen zählen und gezielt helfen. Die ersten Maßnahmen umfassen die Verteilung von Trinkwasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Notunterkünften. Kirchliche Einrichtungen haben bereits mit dem Bereitstellen von Unterkünften begonnen. Eine spezielle Herausforderung ist auch die medizinische Versorgung, weil zahlreiche Gesundheitseinrichtungen durch das Erdbeben ebenfalls ausfallen.
Gerade in den ersten Tagen nach einer Katastrophe zählt jede Stunde. Die bestehende Infrastruktur der Caritas ermöglicht es, Hilfe unmittelbar dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt wird. „Geben wir den Menschen in Venezuela Hoffnung und konkrete Unterstützung in einer der schwersten Stunden ihres Lebens“, bittet die Caritas Vorarlberg um solidarische Hilfe.
Caritas-Nothilfe Venezuela 2026 |