Foto Schüler*innen der 1 HLWS, Hans Christian Kailich, Clemens und Bernhard Riha

Unternehmertum hautnah: Zwischen Vision und Neustart

 

Wie wird aus einer bloßen Idee ein erfolgreiches Unternehmen? Und wie navigiert man als Unternehmer durch die stürmischen Zeiten einer Krise? Zu diesen spannenden Fragen durfte wir zwei Experten begrüßen: 

Die Brüder Clemens Riha, MBA und Bernhard Riha gaben in einem aufschlussreichen Vortrag exklusive Einblicke in die Welt der Immobilienentwicklung und des Unternehmertums.

Unter dem Titel „Gründung, Chancen & Neuanfänge“ nahmen die beiden Referenten unsere Schüler*innen auf eine ehrliche und lehrreiche Reise mit.

Warum eigentlich gründen?

Zu Beginn beleuchteten die Brüder die großen Chancen der Selbstständigkeit. Es geht um weit mehr als nur darum, „sein eigener Chef“ zu sein. Vielmehr stehen drei Säulen im Fokus:

  • Die eigene Vision: Die Welt nach eigenen Vorstellungen mitzugestalten und echte Probleme zu lösen.
  • Unabhängigkeit: Die Freiheit in der Zeiteinteilung und die volle Kontrolle über die eigenen Entscheidungen zu haben.
  • Wachstum: Persönliche und finanzielle Entfaltungsmöglichkeiten zu nutzen – ganz ohne eine „gläserne Decke“.

Die Realität sie anders aus: Unternehmertum ist ein Marathon.

Doch zur Wahrheit gehört auch das Risiko. Clemens und Bernhard Riha machten deutlich, dass der Weg zum Erfolg kein Sprint ist. Statistisch gesehen, überleben nach fünf Jahren etwa 50% der Unternehmen und nur 30% feiern langfristigen Erfolg. Wer diesen Weg geht, muss neben finanziellem Kapital vor allem enorm viel Zeit, Flexibilität für die Marktdynamik und mentale Stärke mitbringen.

Wenn der Sturm aufzieht: Wie sieht der Umgang mit Krisen und Konkurs aus?

Besonders beeindruckend war der offene Umgang mit dem Thema Scheitern. Krisen sind im Laufe eines Unternehmerlebens oft unvermeidbar. Entscheidend ist jedoch, wie man als „Kapitän durch den Sturm navigiert“. Die Experten gaben den Schüler*innen drei goldene Regeln mit auf den Weg:

1. Ehrlichkeit: Probleme niemals verschweigen oder verdrängen.

2. Kommunikation: Offen mit Partnern und Banken reden.

3. Resilienz: Ruhe bewahren, die Situation analysieren und den Kurs anpassen.

Sollte es dennoch zu einem Konkurs kommen, ist es wichtig, die negativen Vorurteile darüber abzubauen. Ein Konkurs kann die härteste, aber auch wertvollste Schule der Welt sein. Wer hinfällt und wieder aufsteht, gewinnt an unbezahlbarer Stärke. Wie eine Pflanze, die durch den harten Asphalt bricht: Der Wille zum Erfolg findet immer einen Weg zurück.

Wir bedanken uns herzlich bei Clemens und Bernhard Riha für diesen inspirierenden, praxisnahen und unglaublich ehrlichen Vortrag, der sicherlich bei vielen den Unternehmergeist geweckt hat!