Im 3. Workshop zum Thema Spiritualität in Friesach stattfand, setzten sich die Klient*innen und Mitarbeiter*innen unserer Werkstätten des Caritas: Team Lebensgestaltung intensiv mit Pfingsten auseinander. Im Mittelpunkt stand die Botschaft des Freundschaftsbandes zwischen Gott und Mensch.
Bereits zu Beginn wurde deutlich, wie wichtig Begegnung und Gemeinschaft sind: Unterschiedliche Formen der Begrüßung untereinander symbolisierten Freundschaft, Wertschätzung und das bewusste Wahrnehmen des Gegenübers.
Farben und Symbole an den Stationen
Der Workshop war in mehrere Stationen gegliedert, in denen diesmal besonders die Farben im Vordergrund standen. Zur Veranschaulichung wurden auch Stolen aus der Kirche verwendet, um die jeweilige Bedeutung intensiver erlebbar zu machen:
- Schwarz stand für Tod und Trauer. An dieser Station wurde vor Ort Wermut-Tee zubereitet und gemeinsam getrunken. Der bittere Geschmack machte spürbar, was Verlust und Schmerz bedeuten können.
- Grün symbolisierte den Alltag und das Leben. Hier wurde Brot miteinander geteilt – ein Zeichen für Gemeinschaft, Versorgung und das Miteinander im täglichen Leben.
- Violett und Weiß standen für Freude und das innere Gleichgewicht – „Mir geht es gut“. Dazu wurde ein spritziges Getränk aus Zitrone und Wasser gereicht, das Lebensfreude und Frische spürbar machte. Gleichzeitig ist Violett auch die Farbe des Innehaltens, des Nachdenkens und des Sich-selbst-Begegnens.
- Rot symbolisierte Schmerz und Leid. Dies wurde durch Käse mit Pfeffer erfahrbar gemacht – eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit, Schmerz auch körperlich zu spüren.
Zeichen der Verbundenheit
Während die Teilnehmer*innen die einzelnen Stationen durchliefen, wurde Schritt für Schritt eine Schnur gespannt. Am Ende entstand daraus ein Netz, das an ein Spinnennetz erinnerte – ein kraftvolles Symbol für Verbundenheit und Freundschaft, in dem jeder einzelne Knotenpunkt Bedeutung hat.
Zum Abschluss wurden selbst angefertigte Freundschaftsbänder mit Weihwasser gesegnet. Dieses Weihwasser – als Träne Gottes und Träne des Menschen verstanden – verband das Menschliche mit dem Göttlichen. Jede*r Teilnehmer*in erhielt ein solches Band als bleibende Erinnerung an den Workshop.
Spiritualität im gemeinsamen Erleben
Spiritualität zeigt sich oft in einfachen, gemeinsamen Erfahrungen – im Teilen, im Fühlen, im Innehalten. Das Freundschaftsband erinnert uns daran, dass wir miteinander und mit Gott verbunden sind – gerade in Freude, aber auch in Schmerz und Alltag. Es ist dieses unsichtbare Band, das trägt, stärkt und Hoffnung schenkt.