Ausbildungskonzept - Behindertenarbeit in Berufstätigenform

 

Was bedeutet Berufstätigenform?

Voraussetzung für diese Ausbildungsform ist, dass Sie während der gesamten Dauer der Ausbildung im Behindertenbereich beschäftigt sind, entweder im Rahmen einer Anstellung oder eines Langzeitpraktikums.

Wichtig ist, dass Sie neben der wöchentlichen Theorievermittlung an der Schule auf ca. 16h Praxis an Ihrer Dienststelle kommen. Sie müssen bereits bei der Anmeldung vorweisen, dass Sie die erforderlichen Stunden in einer Behinderteneinrichtung tätig sind.
Diese Praxis ist integraler Bestandteil der Ausbildung. Ohne einschlägige Berufstätigkeit können Sie diese Ausbildungsform nicht wählen.

 

Zielgruppe: 

Menschen, die bereits eine gewisse Zeit im Behindertenbereich arbeiten und eine fachspezifische Ausbildung im Bereich Behindertenarbeit inklusive Pflegeassistenz machen möchten (Mindestalter: 19 Jahre). 

 

Dauer der Ausbildung:

  •  2  Jahre bis zur/zum Fach-SozialbetreuerIn - Behindertenarbeit
  •  3  Jahre bis zur/zum Diplom-SozialbetreuerIn - Behindertenarbeit

Ausbildungsstart ist jährlich im September. Sie sind 2 Tage (Do + Fr) bei uns an der Schule (ausgenommen bei Blockpraktika im Umfang von 160h im Krankenhaus und bei mindestens einem Fremdpraktikum mit 160h); ein Unterrichtstag dauert von 08:30 bis 17:20.

 

 

Unterrichtsinhalte:

Neben dem herkömmlichen Unterricht gehören Persönlichkeitsbildung, fächerübergreifende Unterrichtsgestaltung, Projekte, Workshops mit behinderten Menschen und ExpertInnen, Exkursionen im In- und Ausland, Fachtagungen u. a. m. zum Alltag der Ausbildung.

 

 

Welche Qualifikationen kann ich in der Pflege erwerben?

Fixer Bestandteil der Ausbildung ist die "Pflegeassistenz"-Qualifikation, die im GuKG geregelt ist und neben klar definierten pflegerischen Kompetenzen auch Berufsberechtigungen (z.B. für die Arbeit im Pflegeheim, in der Mobilen Pflege, im Krankenhaus, usw.) mit sich bringt.
Die kommissionelle Prüfung Pflegeassistenz findet im 4. Semester statt.

 

Praktikumskriterien:

Gesetzliche Vorgaben: Die Sozialbetreuungsberufe-Gesetze sehen in Summe 1.200 h Praktika für die Fach-Ausbildung vor. 

In diesem Rahmen sind auch die Vorgaben der Pflegeassistenz-Ausbildungsverordnung abzudecken. Diese verlangt folgende Praktika:

  •  „Akutpflege“ (Krankenhaus) 160 h
  • „Langzeitpflege“: 160 h
  • „Wahlpraktikum“: 185 h (evt. am eigenen Arbeitsplatz)

Die Pflegeassistenz-Praktika müssen auf jeden Fall im Rahmen der mindestens 1.200 h absolviert werden. 

 

Die konkrete Gestaltung der Praktika:

Da die Ausbildung in Berufstätigenform erfolgt, sind 16 h/Woche Arbeit bzw. Praktikum (im Schnitt) vorgesehen. Bei einem solchen Stundenausmaß ist auf jeden Fall gewährleistet, dass in Summe 1.200 h bis zum Fachabschluss erreicht werden.

 

PA-Wahlpraktikum 185 h 
Wenn am eigenen Arbeits-/Praktikumsplatz KlientInnen mit Pflegebedarf betreut werden und auch eine DGKP für die Anleitung zur Verfügung steht, wird durch die Arbeit am eigenen Arbeitsplatz das PA-Wahlpraktikum (185 h) abgedeckt.


Achtung! Eine Anrechnung des eigenen Arbeitsplatzes als PA-Wahlpraktikum ist nur möglich, wenn die Anleitung durch eine DGKP im Laufe von 2 Semestern, spätestens bis Ende des 4. Semesters, im Ausmaß von mindestens 185 h gegeben ist und von ihr bestätigt wird.


Deckt der eigene Arbeitsplatz das PA-Wahlpraktikum nicht ab, ist es an einer anderen Stelle, an der die Bedingungen gegeben sind, zu leisten, und zwar bis spätestens Ende des 4. Semesters.

 

PA-Langzeitpflege-Praktikum 160 h  
Dieses muss als „Fremdpraktikum“ absolviert werden, d.h. es muss an einer anderen Stelle als dem eigenen Arbeitsplatz geleistet werden. Eine andere Stelle bei der eigenen Trägerorganisation ist möglich.

Das Praktikum kann als Blockpraktikum gestaltet werden oder durch tageweise Dienste absolviert werden. Es gelten die gleichen Vorgaben wie oben (Anleitung durch DGKP)

Das Praktikum ist so einzuplanen, dass es rechtzeitig vor der PA-Prüfung abgeschlossen ist.

 

PA-Akutpflege-Praktikum 160 h
Es muss in einem Krankenhaus im operativen oder konservativen medizinischen Fachbereich geleistet werden. Die Stellen werden von der Schule vermittelt und eingeteilt.

Das Praktikum muss als „Blockpraktikum“ (4 Wochen durchgehend) geleistet werden.

Vorgesehene Zeiten: Juli - August zwischen 2. und 3. Semester

 

Zusammenfassend für Personen mit einer Anstellung:

Auf jeden Fall müssen folgende Praktika (neben dem eigenen Arbeitsplatz) eingeplant werden:

  • PA-Langzeitpflege-Praktikum mit 160h
  • Krankenhaus-Praktikum mit 160h

Wenn der eigene Arbeitsplatz NICHT als PA-Wahl-Praktikum angerechnet werden kann, kommt weiters dazu:

  • PA-Wahl-Praktikum mit 185h